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(M) Ein Leben mit Lipödem / Fettverteilungsstörung

Ich bin Nadine, Inhaberin von ReStart Fitness – und ich lebe selbst mit Lipödem.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft, frustrierend und verunsichernd diese Erkrankung sein kann: die schweren Beine oder Arme, das Druck- und Spannungsgefühl, die schnellen blauen Flecken, die Blicke von außen und der ständige Kampf mit dem eigenen Körperbild.


Genau deshalb ist mir dieses Thema eine Herzensangelegenheit. Ich möchte Dir zeigen, dass du mit Lipödem nicht alleine bist – und dass Bewegung, die zu Dir passt, 

Dir helfen kann, Dich wieder wohler und stärker zu fühlen.


Ich bin 1979 geboren, vierfache Mutter und seit 2010 selbstständige Fitnesstrainerin. 

Mein Leben dreht sich um Bewegung und Gesundheit – und trotzdem habe ich im Dezember 2022 die Diagnose Lipödem Stadium 2 bekommen.
Rückblickend war mein Körper immer ein Hinweisgeber: Schon als Jugendliche waren meine Beine deutlich kräftiger als der Rest des Körpers. Später kamen Schmerzen, Schweregefühl und Druckschmerz dazu. Nach einer Bauch-OP 2022 (Bauchdeckenplastik, Nabelbruch, Rektusdiastase) ging es meinem Rücken und meinen Organen zwar besser, aber meine Beine wurden umfangreicher, schmerzten stärker und fühlten sich immer „falsch“ an. Lymphdrainage, Kompression und Training brachten etwas Linderung – die typischen Lipödem-Zonen an den Beinen blieben.


Was bedeutet Lipödem?
Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, bei der krankhafte Fettpolster vor allem an Beinen, Hüfte, Po und Armen entstehen. 

Typisch sind:

  • unproportionierte Körperform
  • Neigung zu blauen Flecken
  • schwere, gespannte Beine – Tag und Nacht

Ursachen sind noch nicht eindeutig geklärt. Klar ist:
Lipödem hat nichts mit „zu wenig Disziplin“ oder „falscher Ernährung“ zu tun. Es betrifft fast ausschließlich Frauen – unabhängig von Gewicht und Figur. 

Diäten und Sport können die krankhaften Fettpolster nicht wegtrainieren. Häufig kommen Lipo-Lymphödeme, psychische Belastungen, Depressionen und Essstörungen dazu. 

Viele Frauen fühlen sich damit allein gelassen und schämen sich – so wie ich es zeitweise auch tue.


Operative Hilfe – wie es damals für mich war
Als ich meine Diagnose bekam und mich mit Behandlungsmöglichkeiten beschäftigt habe, gab es für mich de facto nur die Option als Selbstzahlerin operativ etwas zu tun.
Die Liposuktion (Fettabsaugung) war zwar bekannt als einzige Möglichkeit, die erkrankten Fettzellen dauerhaft zu reduzieren – aber eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen war zu diesem Zeitpunkt kaum greifbar. Für viele Betroffene bedeutete das: Entweder sehr viel Geld privat aufbringen oder mit zunehmenden Schmerzen, Einschränkungen und psychischer Belastung weiterleben. Ich habe mich trotz der hohen Kosten für eine Operation entschieden, weil ich nicht warten wollte, bis ich beruflich und im Alltag stark eingeschränkt bin – wohl wissend, dass auch danach Themen wie überschüssige Haut bleiben.


Ich finde es schlimm, wie wenig Aufklärung, Unterstützung und Verständnis es für betroffene Frauen gibt. 

Noch vor kurzem war ich im Reinen mit meinem Körper – ein Frauenkörper, nach vier Schwangerschaften, aktiv, leistungsfähig. 

Seit der Diagnose begleiten mich oft Scham, Wut und Verzweiflung.


Lip- & Lymphödemgruppe (aktuell pausiert)
Ich habe im Landkreis Schaumburg eine Lip- & Lymphödemgruppe aufgebaut, in der sich betroffene Frauen austauschen und unterstützen konnten. 

Zurzeit ruht diese Gruppe und findet nicht statt.


Trotzdem möchte ich eines klar sagen:
Diese Krankheit definiert mich nicht – und sie definiert auch Dich nicht.
In meinem Studio ReStart Fitness bist Du herzlich willkommen – mit oder ohne Lipödem.
Ich möchte einen Ort schaffen, an dem Du verstanden wirst, über Deine Situation sprechen darfst und ein Training findest, das zu Deinem Körper und Deiner Lebenssituation passt.
Wenn Du betroffen bist oder jemanden unterstützen möchtest, melde Dich gern bei mir.


Ich kann die Welt nicht alleine verändern – aber ich kann informieren, aufklären und Dir in meinem Umfeld eine Stütze sein.
Herzliche Grüße
Nadine


Fit mit Lipödem – hilft Sport überhaupt?
Ja – Bewegung kann Dich auf Deinem Weg mit Lipödem unterstützen. Sie ersetzt keine medizinische Behandlung, aber sie kann:

  • helfen, dein Gewicht möglichst stabil zu halten
  • das Herz-Kreislauf-System stärken
  • das Immunsystem unterstützen
  • Bewegungseinschränkungen vorbeugen
  • depressive Verstimmungen positiv beeinflussen

Mit einem regelmäßigen, angepassten Training hast Du eine kleine „Waffe“ gegen das Lipo-Lymphödem in der Hand und kannst Deinen Alltag aktiver und selbstbestimmter gestalten.

Welche Sportarten sind sinnvoll?

Krafttraining

Ich persönlich habe große Vorteile durch regelmäßigen Kraftsport erlebt. Meine Haut und mein Bindegewebe wurden straffer, ich fühlte mich schmerzfreier, selbstbewusster, stärker und im Alltag belastbarer. Typische Kraftausdauer-Kurse – wie z.B. Langhanteltraining – arbeiten mit moderaten Gewichten und vielen Wiederholungen. Du musst also keine Angst vor „Riesenmuskeln“ haben.

Ausdauertraining
Ausdauertraining unterstützt dein Herz-Kreislauf-System, verbessert die Durchblutung und regt die Fettverbrennung an – wenn auch nicht so anhaltend wie Krafttraining. Besonders geeignet sind gelenkschonende Formen wie z.B.:

  • Nordic Walking
  • Schwimmen
  • Aqua Fitness

Wasser bietet zusätzlich eine natürliche Kompression und unterstützt das Lymphsystem.


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Wichtig:
Gerade bei fortgeschrittenem Lipödem solltest du High-Impact-Trainings (mit vielen Sprüngen und starken Stoßbelastungen) eher meiden und Deine Gelenke, Bänder und Sehnen möglichst schonen.


Kompression & medizinische Begleitung

  • Beim Sport wird meist empfohlen, Deine Kompressionsversorgung zu tragen – sie unterstützt Muskeln, Venen und Lymphsystem.
  • Beim Wassersport kann in der Regel auf Kompression verzichtet werden.

Lass Dich vor Trainingsbeginn immer von Deiner behandelnden Ärztin / Deinem Arzt oder Deiner Therapeutin / Deinem Therapeuten beraten und klären, was für Dich sinnvoll und sicher ist.

 
 
 
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